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 Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)

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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 1:55 pm

Emily

"Ich glaub ja....Machen wir das nicht verdursten wir also,..." Ich beendete meinen Satz nicht. Dieser Wald war einfach unheimlich.
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Regenwolke
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 2:02 pm

Clara

Ich stimmte zu, allerdings nur nickenderweise. "Arahil... Wenn ich dir zu schwer bin, kannst du mich auch ruhig runterlassen...", meinte ich, und meine Stimme klang leicht schleppend.
Ich wollte auf keinen Fall zu einer Last für alle anderen werden, nur, weil ich mich zur Zeit selber nicht ganz unter Kontrolle hatte und nicht verstand.
Ich seufzte leise und blickte mit schweren Augen in den Wald, der mir immer noch unheimlich und irgendwie böse vorkam.
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BlackShett
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 2:25 pm

Anna

"Da hat sie Recht, du überanstrengst dich doch auf Dauer total. Es klappt doch bestimmt auch, wenn wir dich stützen, oder Clara?"
Ich wollte die beiden zwar nicht unbedingt von einander trennen, aber mir gefiel dieses Clara-Arahil zusammensein nicht...
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 2:36 pm

Arahil

"Macht euch nicht so viel Sorgen, ich könne mich überanstrengen. Keine Panik, ich kann dich tragen, Clara. Wenn nicht, lass ich dich runter, okay? Versprochen. Und dann stützen wir dich. Aber im Moment kann ich dich tragen", sagte ich ruhig und blickte in die Runde.
Ich wusste, dass Clara Schmerzen hatte, wenn sie das Bein belastete, auch, wenn ich sicher war, dass sie dies niemals freiwillig zugeben würde. Und da ich nicht wollte, dass sie Schmerzen hatte, trug ich sie. Und ich war schon recht kräftig und sie nicht sonderlich schwer. Also war das kein Problem.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 2:50 pm

Clara

Ich warf einen Blick zu Anna. Ja, das war inhaltlich genau das, was ich hatte hören wollen, aber irgendetwas war an ihrem Tonfall, das mich störte.
Dann antwortete Arahil und ich eufzte verärgert auf. Mochte sein, dass es ihn wirklich nicht allzu sehr anstrengte, mich zu tragen, aber auf Dauer verhinderte ich, dass sie schnell voran kamen.
Dennoch schwieg ich fürs erste und nickte zum Zeichen meiner Zustimmung leicht.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 5:52 pm

Arahil

ich sah sie nicht ganz überzeugt an und legte den Kopf schief, während ich eine Augenbraue hochzog. Ich bleib dennoch stumm und wartete auf ein Wort vom anderen teil der Gruppe, auf den hin wir aufbrechen konnten.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Nov 04, 2010 8:19 pm

Anna

"Na dann...auf gehts!", rief ich vielleicht etwas zu laut und marschierte in die Richtung los, die uns Emily gezeigt hatte. Ich war mir meiner Sache nicht halb so sicher, wie ich tat, doch irgendetwas mussten wir ja tun.
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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Fr Nov 05, 2010 5:06 pm

Emily

Ich hatte eine Weile nicht aufgepasst. Plötzlich lief Anna los. Irgendwie sah sie wütend aus. "Anna, warte!" Schnell lief ich hinter ihr her
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Sa Nov 06, 2010 2:43 pm

Arahil

Auch ich legte Clara für den Marsch noch einmal passend in meine Arme und setzte den beiden anderen Mädchen dann rasch hinterher.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   So Nov 07, 2010 3:30 pm

Clara

Wieso nur war dieser Wald so... so... Ich suchte in meinem Kopf nach einem Wort, doch mir wollte keines einfallen. Es gab einfach keins.
Ich starrte in die Büsche, während unsere Gruppe sich in Bewegung setzte. Es war fürchterlich still, mit Ausnahme der Geräusche, die wir verursachten und dennoch hatte ich nicht das Gefühl, alleine und unbeobachtet zu sein. Aber das musste an mir liegen, versuchte ich mich zu überzeugen. Nur an mir...
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   So Nov 07, 2010 4:29 pm

Anna:

Ich rannte fast in die vorgegebene Richtung. Plötzlich stolperte ich, ich fiel, doch ich spürte keinen Boden unter mir. Ich schien immer weiter zu fallen. Ich wollte um mich sehen, doch ich sah nur Dunkelheit. Nach einer Weile hörte ich ein Strömen. Ich schaute mich um. Ein Wasserfall! Und wo ein Wasserfall ist, da ist auch...Wasser! Freudig schrie ich: "Wir haben es geschafft! Wasser! Gabriel! Clara! Emily! Wasser!" Ich sprang auf die Beine. Dann drehte ich mich zu ihnen um, doch da war niemand. "EMILY? GABRIEL? CLARA?", schrie ich erneut. Ich schien in einer völlig anderen Welt zu sein. Auf einmal nahm ich eine Bewegung war. Sekunden später war ein Pfeil auf dem Waldboden zu sehen. Entgeistert starrte ich ihn an. "Hallo? Wer ist da?" Meine Stimme klang erschreckend ängstlich
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   So Nov 07, 2010 4:52 pm

Clara

Ich war unkonzentriert, aber dennoch sah ich, wie Anna stolperte und verschwand. Verschwand?! Mein Verstand arbeitete zu langsam, ich konnte nicht erfassen, was geschehen war. Sie war eben da gewesen, dann war sie gestolpert. Und jetzt war sie weg.
Ich hörte mich selbst aufschreien, doch innerlich war ich noch immer damit beschäftigt, mich meiner Beobachtung zu versichern. Sie war wirklich weg? Ganz einfach weg? Was war das nur für ein Wald, was sollte das, was konnte ich nur tun... Ich wollte den Mund öffnen, um etwas zu sagen, nur um festzustellen, dass er bereits geöffnet war. Ach ja. Ich hatte geschrien. "Anna... Anna... Wo.. ", stammelte ich, zusammenhanglos. Se war weg, ganz weg. Nicht mehr hier... Ich begann zu weinen, schluchzte auf, ohne, dass ich es wirklich wahrnahm. Was war nur passiert?
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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Nov 24, 2010 7:47 pm

Emily

Anna stolperte und verschwand. Verschwand? Keiner konnte einfach verschwineden! Aber irgendwo in meinem Kopf breitet sich Panik aus. Irgendwer hatte geschrien. Mechanisch drehte ich mich um. Clara weinte, sie schien auch geschrien zu haben. Jetz nicht panisch werden. Ruhig bleiben. Villeicht.... ist da ein Loch oder so Obwohl ich vor Angst zitterte, machte ich ein paar Schritte zu der Stelle wo Anna verschwunden war, aber - da war kein Loch!!!
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 07, 2010 2:12 pm

Arahil

Moment.. Moment. Also. Ordne dich, Arahil. Denk nach. Dafür bist du doch so bekannt.
Okay, gaanz ruhig. Fakt ist: NIEMAND kann einfach so verschwinden. Das geht einfach nicht. Wir sind hier ja auch nicht in so einem billigen Fantasy Film aus Hollywood, wie Harry Potter oder Herr der Ringe oder so, wo man sich in einen Mantel hüllt oder einen Ring aufsteckt und wupp ist man weg. Oder?
Aber Fakt ist auch: Anna ist weg. Verdammt! ANNA IST WEG!
, rasten meine Gedanken und ich stellte nur am Rande fest, wie mein Mund sich öffnete, einen lautlosen Schrei ausstieß, ich wie mechanisch die weinende Clara fest an meinen Körper drückte und meine Beine sich bewegten. Ja, ich rannte. Ohne, dass ich etwas dagegen hätte tun können. Ohne, dass ich es wirklich realisiert hätte, was ich tat. Sie rannten einfach. Ob ich es wollte oder nicht. Zu der Stelle, wo gerade Anna gestolpert war. Kein Loch. Kein Nichts. Keine Anna.
ich blieb stehen. Sackte in mich zusammen, presste Clara wieder an meinen Körper und sank letzten Endes völlig auf meine Knie, ohne sie loszulassen. Ich konnte nicht mehr. Es war gruselig hier. Alles war... unwirklich.
Und dennoch hielt ich meine Fassade aufrecht. Ich begann nicht, zu schreien, zu weinen. ich saß einfach da. In mich zusammengesunken. Kraftlos. Und starrte auf die Stelle, wo gerade noch Anna gewesen war. Mehr nicht. Mehr nicht. Mein Atem ging ruhig. Mein Puls raste nicht. Es war, als würde mein ganzer Körper sich selbst einfach herunterfahren. Mehr nicht. Einfach nur da sitzen und vor mir hin starren. Auf diese Stelle...

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 07, 2010 2:24 pm

Anna

Keine Antwort. "Arahil? Emily? Clara?", sagte ich mit zunehmender Furcht in meiner zitternden Stimme. Keine Antwort. Ich erhob mich langsam. Da meine Beine zitterten wie Espenlaub, brauchte ich mehrere Versuche. "Wer...Wer ist da?", fragte ich tapfer. Ich hörte das Klappern von Hufen. "Hallo?" Ein Pferd konnte es nicht sein, nicht alleine, denn ich hatte noch nie von einem schießenden Pferd gehört. "Wer ist da?" Inzwischen war all die Furcht aus meiner Stimme gewichen. Neugier und Wut machten sich in mir breit. Plötzlich trat etwas hervor, was ich noch nie gesehen hatte. Es besaß Pferdebeine, Flügel und den Oberkörper eines Menschen. Ungläubig starrte ich es an. Es schien mir eine Mischung aus Zentauer und Pegasus zu sein. "Was...äh wer sind sie?", stammelte ich in aller Höflichkeit, die ich hervorbringen konnte. Weitere kamen hervor. Es schien sich um eine Art Herde zu handeln
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 07, 2010 6:58 pm

Clara

Sie war wirklich fort. Wirklich... Verzweifelt suchte ich nach einem Zeichen, nach irgendetwas, meine Augen huschten über den Boden.
Doch ich fand nichts, sie war fort, ganz einfach fort.
Nach einer Weile, in der ich - erfolglos - versuchte, mich ein wenig zu sammeln, stammelte ich: "Sie... sie ist weg.", Überraschung und auch kaum unterdrückte Furcht lagen in meiner Stimme, das hörte ich selber.
Und obwohl ich gaz genau wusste, ja spürte, dass Arahil, der auch nicht unbedingt vor Tatendrang sprühte, mich noch festhielt, blickte ich mich in diesem Moment um, voller Angst, ganz alleine zu sein.
Aber er war noch da und auch Emily stand noch bei uns.
Tränen liefen mir über das Gesicht, aber ich versuchte nicht, sie wegzuwischen, alles was ich tat, war, mehr oder weniger von Erfolg gekrönt, meine Panik im Griff zu halten.
Ich klammerte mich beinahe an Arahil, ich wollte nicht alleine sein... nicht alleine..
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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Sa Dez 11, 2010 6:06 pm

Emily

Anna konnte nicht weg sein! So etwas konnte einfach nicht passieren!! Hoffnungsvoll wante ich mich zu Arahil und Clara um - Einer von ihnen würde eine Idee haben, wie wir hier wieder rauskamen. Aber keiner schien etwas zu wissen. Panisch ließ ich mich auf den Boden fallen. Irgendwo musste etwas sein! Doch das einzige, was ich spürte, war Kälte. Die Stelle, wo Anna verschwunden war, fühlte sich genauso an, wie überall, aber Anna ist da verschwunden! Sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben! Irgendwo musste sie sein! Und wenn nicht.... Irgendwer schrie. Erst ein paar sekunden später begriff ich, das ich es selbst war. Scheiße! Wir brauchen Hilfe!! Vuilleicht passiert das öfter oin diesem Wald, villeicht ist hier ein Holraum, und irgendwo sind Leute, die Anna retten können! Irgendwo ist jeder Wald zu Ende! Der Gedanke ist abwegig, aber macht wenigstens ein bisschen Hoffnung. Als würde man ein Streichholz anzünden. Es ist nicht viel, aber wenigstens ein bisschen.
Ohne es zu merken war ich aufgesprungen. "Ich..." Was sollte ich sagen? Würden sie meine Idee verstehen, oder mich einfach für durchgeknallt halten? Warum musste ich nur so verdammt schüchtern sein?! Und wie kann ich mir über so etwas Gedanken machen, wenn Anna verschwunden ist? Mein Beine rannten einfach los, ohne, das ich sie daran hindern konnte. Das einzge, an das ich noch denken konnte, war endlich Menschen zu finden, die Anna retten konnten.
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BlackShett
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Sa Dez 11, 2010 8:49 pm

Anna

Diese Wesen, sie hießen Frunchskins, stellten sich als ausgesprochen höfliche Zeitgenossen heraus. Jeder Einzelne hatte, wie wir Menschen, seinen eigenen Charakter, wobei dieser stärker ausgeprägt zu sein schien. Der Frunchskin, der mich abschießen wollte, er stellte sich mir als "Maltio" vor, bot mir sein Haus, soweit man es Haus nennen kann, als Unterkunft. Dabei handelte es sich um von drei Seiten geschlossene Räume, meist zwei pro Haus, die durch eine mittlere Wand verbunden waren. Maltio hatte Frau (Stute) und Kinder. Ihr Name war Sorea, die Kinder hießen Miq und Morr. Ich sollte bei Miq und Moq schlafen, während Sorea und Maltio im zweiten Nebenraum (ja, dieses Haus hatte drei Räume) schliefen. Möbel, wie ich sie kannte, gab es nicht. Die Nebenräume waren komplett mit Stroh ausgelegt, während im Hauptraum einfach Gras wuchs. Küchen, Badezimmer oder Esszimmer gab es nicht. Drei mal täglich versammelte man sich zum Essen, mit der ganzen Herde, an einem Platz. Meist gab es Gemüse und Gras, diesen Abend jedoch auch Fleisch. Rohes Fleisch.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 8:50 pm

Arahil

"Nein!", schrie ich, unerwartet laut. "Emily! Bleib stehen!"
Ich spürte, wie Wut in mir aufflammte. Diese kleine Flamme, die sich einem ins Herz setzte und dort aufflammte zu einem großen Feuer namens Hass.
Und ich spürte, wie er wieder in mir aufkeimte.
Lange hatte ich dieses Gefühl unterdrücken können. Doch jetzt, ganz plötzlich, flammte meine Vergangenheit wieder in mir auf, wie ein Stern am Horizont, der lange von Wolken verhangen gewesen war. Doch dieses Funkeln, das ich wahrnahm, war kein Stern. es waren vielmehr die Flammen der Hölle, die unerbittlich auf mich warteten. ich wusste das genau. Doch in diesem Moment schürte der Gedanke meinen Hass nur noch mehr.
Bis ich nicht mehr spürte, was ich tat.
"Emily, verdammte Scheiße! Bleib hier stehen! Glaubst du allen ernstes, ich hab Bock, dich auch noch in diesem Gottverdammten Wald zu suchen?! Was bildest du dir ein? Sag mal, kommst du klar in deiner Welt? Merkst du was? Weißt du eigentlich noch, dass Clara verletzt ist? Wie die leidet? Dass vor allem sieh vielleicht mal endlich Wasser braucht und wir nun wirklich was anderes zu tun haben, wie dass ich dir hinterherrenne, ohne dass ich überhaupt weiß, wo du hinwillst?!"
Ich war immer lauter geworden. Hatte nicht gespürt, dass sich meine Schultern gestrafft hatten und meine Muskeln unter der zarten haut hart hervorgetreten waren, wie Eisen, was man mir anhand meiner Statur so gar nicht zutraute. Das war schon immer ein Problem gewesen. Niemand wusste, wer - oder was - ich war.
Ich hatte nicht mehr gespürt, wie ich den einen Arm von Clara losgemacht hatte und mit Stöcken und Steinen in die Richtung warf, in die Emily gelaufen war, ohne sie zu treffen. Denn das wollte ich auch gar nicht. Obwohl... Mein Hass zeugte von etwas anderem. Mit dem anderen Arm hatte ich Clara behände an meine Brust gedrückt, ohne dass sie auch nur einen Stück gewankt hatte. SIE konnte sich auf den halt bei mir verlassen.
Plötzlich wurde mir bewusst, was ich tat. Mit voller Wucht schlug ich gegen den nächstbesten Baum, der so dich war, dass zwei Männer nicht um ihn herum hätten packen können. "Scheiße Mann!", schrie ich.
Dann betrachtete ich meine Rechte. Die Knöchel bluteten. "Verdammt!", sagte ich, diesmal schon etwas leiser.
Dann sank ich zusammen. Auf die Knie. Ohne Clara loszulassen. Dann wurde mir alles bewusst. Was hatte ich getan? Warum hatte ich das getan? Der hass ebbte ab, und alles, was noch da war, war trauer. Und ein schlechtes gewissen. und der wunsch, einfach nur noch zu sterben. Und ich legte meinen Kopf an Claras Schulter und begann bitterlich zu weinen.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 9:04 pm

Clara

Geschockt tat ich nichts, während Arahils Wut - war es Wut? - sich Bahn brach.
Doch meine Gedanken rasten, und während ich ein um die andere Möglichkeit erwog und wieder verwarf, sah ich die Situation nur von außen, gerade so, als wäre ich ein unbeteiligter Zuschauer.
So konnte man direkt Angst vor ihm bekommen, aber das tat ich nicht. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass es gute Gründe für jedes Verhalten gab, und Arahils Arm, der mich noch immer hielt, half mir, mich wieder zu besinnen.
Doch noch ehe ich auch nur den Mund öffnen konnte, um zu sprechen, hatte Arahil sich wieder beruhigt, brach förmlich zusammen.
Hilflos strich ich über sein Haar, versuchte, Worte zu finden.
Und sagte schließlich doch nur leise: "Arahil...", meine Stimme verlor sich und ich fühlte mich entsetzlich schuldig. Oh bitte Clara, was hättest du denn tun sollen? Gar nichts. Mach das Beste draus... Doch ich konnte mich selbst nicht überzeugen, ich war schuld... Schuld daran, dass die ganze Situation so fürchterlich kompliziert war und schuld daran, dass alle mit den Nerven sdo sehr am Ende waren..
"Arahil... du blutest ja.", fügte ich hinzu, noch immer leise, und vielleicht unpassend.
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 9:18 pm

Emily

Hinter mir hörte ich noch Arahils Stimme. Sie schrie mich an. Gegenstände flogen hinter mir her. Was war es? Holz? Villeicht sogar Steine? Am liebsten würd ich stehen bleiben, aber meine Beine gehorchten nicht. Das einzige, an was ich noch denken konnte, war, aus diesem Wald herauszufinden.
Igendwann jedoch, als ich vor Seitenstechen kaum noch atmen konnte, ließ ich mich fallen. Das Moos fühlte sich warm und weich an, es lud gradezu zum schlafen ein. Aber ich musste weiter, hilfe holen. Was hatte Arahil eben gesagt? Nicht gesagt, eher angebrüllt. Und die Dinge, die er mir hinterhergeschnissen hatte.... Wollte er mich ernsthaft verletzen? Das ich von den anderen weggerannt bin, war aber auch nicht ok. Clara war verletzt, Anna war verschwunden.... Eine Träne lief meine Wange herunter. Wie konnte ich nur so egoistisch sein? Warum konnte ich nicht einfach mit den anderen reden? Ist doch alles scheiße! Haltlos legte ich meinen Kopf in die Arme und schluchzte los. Arahil hatte Recht - Wie soll ich hier raus finden? Am besten, ich versuch den Weg zurück tz den anderen zu finden. Aber - wollte Arail mich überhaupt noch? In seiner Stimme war regelrecht Hass gewesen. Ich hätte nicht abhaun dürfen, aber war das ein Grund, mich zu hassen? Hatte ich ihm irgendwas getan? Naja hilft ja nichts, zurück konnte ich wohl eher nicht mehr. Zum einen, weil die wohl nie wieder ein Wort mit mir reden würden, zum andern, weil ich wirklich Mist gemacht hab. Am besten, ich versuch hier rauszukommen, und Hilfe zu holen. Mein Blick wanderte durch den Wald, wo es grade dämmerte. Selbst einfache Büsche sahen wie Monster aus. Zitternd stand ich aus. In welche Richtung sollte ich bloß gehen? Aus welcher was ich gekommen?
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 9:26 pm

Arahil

"Nichts weiter", meinte ich, als Clara auf meine Wunden anspielte. Ich war ja auch selber Schuld. Und mein Selbsthass stieg.
Durch meinen verdammten Ausraster hatte ich Clara nun auch noch damit hinein gezogen - in meinen Strudel aus Hass aus Trauer, aus dem Wunsch auf die Vergangenheit und den Schatten meiner Vergangenheit.
Ich blickte auf. "Keine Angst. Ich tu dir nichts. Glaube mir bitte", sagte ich, ganz leise, und drückte sie an mich, ganz vorsichtig, als wäre sie auf Glas. "Ich halte dich. Ich lass dich nicht allein."
Na toll. Jetzt wurde ich auch noch sentimental.
Eine Träne rollte über meine Wange. Ich spürte, wie sie sich in meine Haut brannte wie flüssiges Feuer und einen eisigen Hauch auf meiner Haut hinterließ, bevor sie versiegte.
Dann musste ich schlagartig meinen Kopf senken.
Der Schmerz trieb meinen Kopf hinunter, ich erbebte unter ihm, drückte Clara fester an mich. Wie tausend Nadeln schmerzte mein Kopf.
Und es war wie ein fester faustschlag, als mein Leben vor meinem inneren Auge vorbeilief.
Blut stob auf, Staub unter meinen Chucks, Ein Aufprall, eine Flasche, Schwappen, Rauch, süßlicher Geruch, ein wahnsinniges lachen. Und ich spürte noch immer beinahe, wie ich in das feuchte gras fiel. Und dass ich wirklich Rücklings auf den weichen Waldboden fiel - Clara auf mich drauf, da ich sie noch immer nicht losließ - merkte ich schon gar nicht mehr.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 9:41 pm

Clara

Er glaubte, dass ich Angst vor ihm hatte? Nein. Angst um ihn, das vielleicht. Und Angst um Anna und Emily, auch das möglicherweise.
Aber vor Arahil? Nein.
"Arahil, nein! Ich weiß doch...", ich zögerte, und leiser als ein Windhauch verschwanden meine Worte, kaum, dass ich sie gesagt hatte. "Ich weiß.", fügte ich hinzu, flüsterleise, und das stimmte. Er war die ganze Zeit dagewesen, er würde es auch jetzt sein. Nur, dass ich auch ihm helfen musste, so ich es denn konnte.
Ich seufzte leise auf, wie erschlagen davon, wie auswegslos doch alles war. Wir waren hier, Anna war irgendwo und Emily irrte im Wald herum. Was sollte ich nur tun?
Während ich meinen eigenen Gedanken lauschte, die taten, was sie wollten und nicht auf mich hören wollten, wirkte Arahil wie sehr weit weg.
Ich konnte seine Augen nicht sehen, sein Kopf war gesenkt, aber dennoch schien etwas nicht zu stimmen.
Er weinte, und das schien so wenig zu ihm zu passen... Aber... Was wusste ich denn schon von ihm? Gar nichts, wie ich mir selbst ehrlich eingestehen muste.
Er hielt mich noch immer, und trotz all der Dinge, die gerade geschehen waren, fühlte ich mich unglaublich sicher, selbst dann noch, als er nach hinten fiel.
Was war nur passiert?
"Arahil? Arahil...?", fragte ich, noch immer sehr leise, aber hörbar, ich wollte ihn erreichen, wollte, dass er nicht so unglücklich war, wie er jetzt wirkte.
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 10:03 pm

Emily

Ich entschied mich für den schmalen Trampelpfad links von mir. Er wirkte am hellsten, und bedeutet hell nicht, da irgendwo der Wald zuende sein musste? Allerdings war hier eher das Gegenteil der Fall. Desto tiefer ich in den Wald eindrang, desto dunkler wurde es. Trotzdem lief ich weiter. Irgendwann musste dieser Wald zuende sein. Kein Wald war unendlich - habe ich jedenfalls bis jetzt gedacht. Aber dieser Wald war etwas besonderes. Während ich lief, hatte ich Zeit zum nachdenken. Mitlerweile war es eine mischung aus Wut, Trauer, und schlechtem Gewissen.
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 10:42 pm

Arahil

Langsam besann ich mich wieder. Ich kam zu mir. Das schwere Gefühl der Ohnmacht ebbte zurück und der Druck, der auf mir gelastet hatte, mit ihm. Langsam schlug ich die Augen auf, sah Clara über mir. Ich zuckte zusammen, als der Schmerz mir wieder in den Kopf stieg. Es war alles... so viel. Viel zu viel. Gedanken, Gefühle, sie kreisten um mich, erfassten mich ganz und verwirrten mich, sodass ich nicht mehr wusste, was mit mir geschah.
"Clara...", murmelte ich, nur halb bei Sinnen.
Noch immer schimmerten die Bilder vor meinem Auge. Die Stimmen. Das Knacken, der Wind. Es war noch immer alles so präsent, so wirklich. Nie könnte ich all das, was geschehen war, vergessen. Doch dass es ein Teil von mir war, wollte ich nicht akzeptieren. ich konnte es nicht. Niemals!
Ich steigerte mich in diesen Gedanken hinein. Wollte es nicht mehr wissen. Wollte nicht mehr Angst haben müssen - vor mir selbst. Ich hasste mich. Denn das, was ich war, war nicht das, was ich sein wollte. Niemals.
In meinem Kopf drehte sich alles.
Dann spürte ich ein neues Gefühl.
ich blickte Clara in die Augen.
"Hab keine Angst. Ich tu dir nichts. hab keine Angst. bitte. Glaube mir", murmelte ich immer wieder, ohne wieder ganz zu mir zu kommen.
Ständig spürte ich, wie meine Lider flackerten, mein Kopf unkontrolliert vor und zurück wiegte.
Ich hatte Angst. So viel Angst.

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Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)
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