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 Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)

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Regenwolke
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mo Dez 13, 2010 10:53 pm

Clara

Verwirrt sah ich ihn an. "Aber... Warum sollte ich denn auch?"
Was sollte ich nur von alldem halten? Ich war verwirrt, ich konnte nicht mehr auseinander halten, was ich wusste und was ich nur vermutete.
Was war den nur mit Arahil los? Ich verstand nicht, und gleichzeitig wollte ich nur helfen, irgendwie.
Aber ich kannte mich selbst, ich versuchte immer, alles zu tun, aber helfen tat ich im Endeffekt dann doch kaum. Aber ich stellte meine eigenen Probleme zurück und beobachtete Arahil.
Warum glaubte er, ich könnte Angst vor ihm haben? Weil er so... ausgerastet war? Aber das war natürlich und normal..
Ich wusste nichts mehr, aber ich wollte ihn auch nicht fragen, ich war froh, wenn er sich langsam beruhigte.
Obwohl er das nicht unbedingt tat, er wirkte noch immer abwesend, und ichmachte mir Sorgen um ihn, ja.
Ich brauchte ihn doch... Und dieser Gedanke war so unglaublich egoistisch, dass ich mich im nächszen Moment bereits dafür schämte. Doch gegen meine Gedanken konnte ich nichts unternehmen, ich konnte sie nur durch mein Handeln ausgleichen.
"Arahil? Arahil, bitte... Bitte rede doch mit mir...", jetzt klang auch in meiner sonst so ruhigen Stimme Besorgnis, denn ich verstand einfach die ganze Situation nicht. Doch das wollte ich, ich wollte verstehen, ich wollte helfen.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 6:59 pm

Arahil

Langsam verstand ich wieder, was um mich herum geschah. Ich besann mich, kam zu mir, auch wenn noch immer in meinem Kopf ein Gefühl dröhnte, das mich nahezu fertig machte und die Gedanken mich immernoch systematisch von innen auffraßen. Und die Bilder ließen sich auch durch ein Kopfschütteln aus meinem Kopf nicht vertreiben.
"ja.. Ich bin da", sagte ich, halb wirr.
Irgendwie verstand ich gerade nur halb, was um mich geschah. Meine Vergangenheit hielt mich in ihren eisernen Klauen.

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Regenwolke
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 7:17 pm

Clara

Ich sah ihm besorgt ins Gesicht, was konnte ich nur tun?
Er war verwirrt, auch wenn das vielleicht nicht der beste Ausdruck war, und dennoch redete er mit mir, versuchte, mich zu beruhigen.
Ich bewunderte ihn dafür, in dieser Situation, die schwieriger beinahe nicht hätte sein können, trotzdem noch so ... hm. Meinem Kopf fehlte ein passendes Wort, und so blieb der Satz unvollendet, wenngleich er nie ausgesprochen worden war.
Aber was sollte ich tun? Was konnte ich tun?
Ich versuchte es einmal mehr damit, mit Arahil zu sprechen: "Ich weiß, du bist da... Du bist da.", setzte ich bekräftigend nach, verzweifelnd an mir selbst.
Warum fehlten mir in solchen Situationen stets die richtigen Worte.
Unglücklich biss ich mir auf meine Unterlippe.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:18 pm

Arahil

Ich blickte auf. Am Morgenhimmel verzogen sich die letzten Sterne und die silberne Mondscheibe verkroch sich langsam hinter den Wipfeln der Sonne und machte den güldenen Schein der Sonne Platz, der schon jetzt langsam am Horizont aufkeimte und rosanes und türkises Licht in den Wald warf, das mehrfach gebrochen auf uns herabfiel; wie kleine Kristalle glitzerte es auf Claras Haut. Ich beobachtete sie einen Augenblick fasziniert, völlig in Gedanken und lauschte dem seichten Wind, der durch die Bäume strich. Schon immer war es so gewesen, dass genau dieses Geräusch mich beruhigt hatte, bis auf einmal..
Aber diesmal wirkte es.
Und erst jetzt stellte ich völlig verwirrt fest, dass ich der Länge nach im Moos des Waldbodens lag. Und als ich dies erstmal registriert hatte, merkte ich die Stöckchen und Steinchen, die behände in meinem Rücken pieksten.
Ich griff nun wieder mit beiden Armen vorsichtig um Clara und setzte mich gerade auf. Dann rieb ich erst einmal meinen Kopf, der schmerzte, als hätte ich frontal einen Amboss geknutscht.
"Warum lag ich auf dem Boden?!", fragte ich verwirrt.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:23 pm

Clara

"Oh, Gott sei Dank!", Erleichterung erfüllte jetzt meine Stimme, und einen Moment lang schloss ich die Augen. Das war für mich stets der eine Moment, den ich brauchte, um mich zu sammeln.
Die Sonne ging langsam auf, und im sanften Licht des beginnenden Tages wirkte der Wald weit weniger bedrohlich.
Dann sah ich wieder Arahil an. "Du warst... irgendwie weg.", sagte ich, und mit jedem Wort wurde ich zögerlicher. Oh, ich hasste dieses Gefühl. Dieses Gefühl, soviel sagen zu wollen, und so wenig nur zu sagen. Verärgert runzelte ich die Stirn.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:29 pm

Arahil

"ich weiß... ich wr nur verwirrt, dass ich nichtmal mehr wusste, dass ich umgefallen bin", stellte ich fest und wunderte mich dann in gedanken, dass Clara so bereitwillig auf meinem Bauch liegen geblieben war. Ich grinste in mich hinein und zuckte dann unmerklich die Schultern.
"ich hab mich... ziemlich daneben benommen...", meinte ich dann und senkte betrübt den griff.
Insgeheim war ich tierisch stolz, dass ich mich wieder so im Griff hatte, obwohl die Bilder noch immer in meinem Kopf waberten.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:35 pm

Clara

"Nein!", beschwichtigte ich ihn, "Die Situation bringt uns doch alle an unsere nervlichen Grenzen... Mach dir keine Sorgen. Aber vielleicht sollten wir... Emily suchen?", der letzte Satz klang mehr wie eine Frage denn wie ein Vorschlag, aber das war ich mittlerweile von mir selbst gewohnt.
Aufmerksam sah ich Arahil an, blickte dann aber wieder in den Wald, der nicht mehr so düster schien. Überhaupt hatte der Beginn des Morgens alles verändert.
Die Atmosphäre und auch meine Stimmung. Ich war nicht mehr so hoffnungslos, ich glaubte nun wieder mehr daran, dass es einen Ausweg geben könnte. Vielleicht.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:37 pm

Arahil

"Das ist... bei mir einfach was anderes", murmelte ich komplett gedankenverloren.
"Meinst du, wir könnten sie noch einholen?"
Ich zweifelte. Aber was sollte ich nur tun?

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Regenwolke
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:42 pm

Clara

Ich schwieg, gefangen in meinen eigenen Gedanken. Worauf spielte er an?
"Ich weiß es nicht, wirklich nicht...", sagte ich ehrlich, "Aber wenn wir es nicht versuchen, werden wir es auch nicht herausfinden. Außerdem...", ich zögerte. "Außerdem... ich will nicht hier tatenlos sitzen, während ich nicht weiß, was mit Emily oder Anna ist... Ob es ihnen gut geht.", fragend sah ich ihn an. Dachte er genauso, oder würde er klugerweise einwenden, dass Emily uns viel eher finden würde, wenn wir hierblieben?
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:45 pm

Arahil

Langsam nickte ich. Langsam. Denn nein, sicher war ich nicht.
"Nur...", sagte ich und brach ab. Und in Gedanken fügte ich hinzu: Nur wie sollen wir sie in diesem gottverdammten, riesigen Wald finden?

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:50 pm

Clara

Betreten biss ich auf meine Lippe.
"Ich weiß es doch auch nicht!", verzweifelt klang meine Stimme, und etwas lauter, als ich normalerweise sprach. Warum war er sich denn nicht sicher? Ich brauchte doch irgendjemanden, der sich sicher war... Warum?
Irgendwann Clara, irgendwann musst du vielleicht anfangen, selber sicher zu sein...
"Meinst du.. meinsrt du, sie wird uns finden? Meinst du, sie wird uns überhaupt suchen?", fragte ich, und ich spürte, wie Tränen in meine Augen stiegen. Aber ich würde jetzt nicht weinen, nicht alles noch schlimmer machen. Nein. Diesmal nicht.
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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 8:53 pm

Emily

Mittlerweile konnte ich kaum noch meine Füße erkennen, so dunkel war es, obwohl es eigentlich dämmern sollte. Vor mir Raschelte es. Wie konnte ich nur so doof sein und einfach abhaun. Mühsam unterdrückte ich den drang, mich einfach umzudrehen und wegzulaufen. Zurück ging nicht, ich muss einfach hier raus finden. Wieder ein Rascheln. Und Stimmen. Keine richtigen Stimmen, mehr wie ein Flüstern. Als ob tausende Leute flüstern. Aber hier konnte keiner sein, der flüsterte. "hallo?" meine Stimme klang dünn und unsicher. Warum musste ich mich auch in so eine Situation bringen? Plötztlich richtete sich etwas vor mir auf. Es ging mir ungefähr bis zur Hüfte. Und - es schrie.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 9:22 pm

Arahil

Ich legte den Kopf schief. Das war Clara noch nie passiert. Sie hatte ihre Stimme erhoben. ja, ich hatte es gemerkt. Ich sah sie genau an, aufmerksam. Tränen stiegen ihr in die Augen. ich sah, wie unerbittlich sie sie unterdrückte, doch es gelang ihr nicht, sie vor mir zu verbergen.
"Ist gut, nicht du auch noch.. Bleib ganz ruhig. Ich denke, sie wird uns suchen. Sie wird zurück kommen. Wenn wir ihr nur hinterher laufen, laufen wir aneinander vorbei. Wir wissen ja gar nicht, in welche Richtung sie gegangen ist und wie weit sie schon ist", versuchte ich ihr zu erklären.
ich setzte sie vorsichtig richtig auf meinen Schoß und hielt sie mit einem Arm fest an meinem Körper, während ich ihr sanft über das Haar strich. "Alles wird gut. Bleib nur ruhig", murmelte ich, während ich sie genau musterte. Noch nie hatte ich sie so genau angesehen.
Und es schwappte in mir auf, was ich am liebsten in haargenau dieser Situation am liebsten verdrängen würde. Am liebsten immer verdrängt hätte. Und nie mehr an die Oberfläche gelassen hätte. Aber nun hatte das Gefühl in mir Wurzeln geschlagen und mein Gehirn klappte wie selbstverständlich zurück.
Und ohne, dass ich wirklich verstand, was mit mir geschah, küsste ich sie.

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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 9:56 pm

Clara

Ich nickte langsam, dann sah ich wieder zu ihm.
Er war so unglaublich geduldig... Ich verlor mich eben wieder in den weiten Feldern meiner Gedanken, als er mich küsste. Völlig überrascht flog mein Blick zu seinen Augen. Was..?
Doch ich stellte schnell fest, dass ich das Gefühl von seinen Lippen auf meinen mochte.
Ich umarmte ihn, und meine Gedanken gallopierten schneller durch meinen Kopf als ich ihnen zu folgen vermochte.
Warum?... Was will ich denn eigentlich? Und sollten wir nicht eigentlich...
Doch ich brachte mich selbst zum Schweigen, ich wollte jetzt nicht nachdenken, ich wollte hier sein, in der Gegenwart, und ich wollte für immer auf Arahils Schoß sitzen, sicher und glücklich.
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Eowin
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Di Dez 14, 2010 10:01 pm

Arahil

ich hielt inne, lehnte meine Stirn an ihre, seufzte.
dann drückte ich sie fest an mich, noch immer vermochte ich nicht, nachzudenken. Gedanken waren völlig ausgeschaltet. Und ich wusste, was ich wollte. Aber es war anders. Ich achtete auf sie. Sehr. ich wollte ihre Liebe, nicht ihre Lust. Und das war.. neu.
Zärtlich, beinahe vorsichtig drückte ich meine Lippen wieder auf ihre. Sie waren so unendlich weich. Ein warmes gefühl erfüllte mich, alles kribbelte.

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Regenwolke
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 7:25 pm

Clara

Mein Herz schlug, und ich fühlte mich in diesem einen Moment lebendiger als in den ganzen vergangen Stunden. Arahil... Seine Arme, die mich festhielten, seine Lippen auf meinen.
Er war die ganze Zeit für mich dagewesen, und ich war unbeschreiblich glücklich.
Ich wollte nicht, dass er jemals aufstand, wollte dass der Tag, der Augenblick nie endete.
Doch früher oder später musste er. Ich seufzte, verdrängte den Gedanken dann aber und konzentrierte mich nur auf die Wärme und auf das Vertrauen, dass ich zu Arahil hatte.
Ich war noch nie verliebt gewesen und hatte daher keinen Vergleich, aber ich fühlte mich wohl, unbeschreiblich wohl, und ich umarmte Arahil.
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BlackShett
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 7:58 pm

Anna

Ich erwachte aus einem tiefen Schlaf. Alles kam mir komisch vor. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche und stellte mit Entsetzen fest, dass die Zeit stehen geblieben war. Irgendetwas stimmte nicht, denn der Sonnenstand hatte sich sehr wohl verändert. "Miq! Moq! Was...Was ist mit der Zeit passiert?" Erschrocken schlugen die beiden die Augen auf und sprangen auf ihre Hufe. Ich empfang wütende Blicke, bis die beiden mich endlich erkannten. Moq erklärte mir: "Das mit der Zeit ist hier so eine Sache. In diesem Teil des Waldes vergeht die Zeit ungefähr dreimal so schnell, wie in den normalen Teilen." Er erklärte es sachlich, doch meine Stimmung gelangte langsam zum Höhepunkt. "Das heißt also, dass ich erst wenige echte Stunden hier bin? Vielleicht sogar noch weniger?", fragte ich fassungslos. Es bestand also noch die Chance, die Anderen zu finden. Innerlich hörte ich die Engel "Halleluja" singen. Miq nickte. "Dann, dann...dann muss ich sofort los, um meine Freunde zu finden!", rief ich laut und rannte zum Übergang in den Hauptraum, wo ich mich bei Maltio bedanken wollte. Maltio allerdings ließ ich mich nicht so bereitwillig gehen. "Du wirst sie ohne die Hilfe eines Frunchskin, der sich hier auskennt, nicht finden.", versicherte er mir, als ich ihm von meinen Plänen erzählte. Noch bevor ich ein Wort sagen konnte, zog Maltio mich mit unerwartet gewaltiger Kraft auf seinen Rücken und gallopierte los. "Maltio! Du...bist...zu...schnell!", rief ich ihm zu. Der kalte Wind blies um meinen Kopf und ließ meine Haare wehen. Anstatt anzuhalten, beschleunigte Maltio nur noch und spannte plötzlich seine Flügel aus. Entgeistert starrte ich auf seinen starken Oberkörper und hielt mich an eben diesem fest. Im Flug wich er graziös wie ein Engel den Bäumen aus. Nach einer Weile wurde es auf einmal dunkel. "Was ist los?", fragte ich Maltio verwirrt. Seine Geschwindigkeit hatte inzwischen abgenommen. "Wir sind jetzt außerhalb des Frunchskingebietes, hier ist die Zeit normal!", erklärte Maltio mir und wich einer dicken Eiche aus. Plötzlich sah ich einen Schatten. "Emily? Arahil? Clara?", rief ich zaghaft. Maltio landete direkt neben der Gestalt und ließ mich absteigen. "Vielen Dank, Maltio!", bedankte ich mich, doch er winkte ab. Dann setzte er zum Flug an und nach wenigen Sekunden war er verschwunden. Ich wirbelte herum, und nun erkannte ich die Gestalt: "Emily? Du bist es doch, oder? Oh Emily!"
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kirschkeks
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 8:39 pm

OT: dann werd ich jetzt mal grün - lila sieht man so schlecht, und grün schreib ich im chat auch manchmal

Emily

Die Gestalt richtete sich auf. Hinter ihr flog etwas weg. Was genau es war, konnte ich auf Grund der Dunkelheit nicht erkennen. Aber es sah groß aus, sehr groß. Auf jeden Fall größer als ein Vogel. Die kleine Gestalt war mittlerweile so groß wie ich selbst. Und - sie rief meinen Namen! Außerdem war es Annas Stimme! Überglücklich, das wenigstens sie wieder aufgetaucht war, rannte ich auf sie zu und umarmte sie. Ausgerechnet ich, die früher selbst beim Hallo sagen total aufgeregt war, umarmte plötzlich von sich aus einen anderen Menschen.. Das war fast ein kleines wunder. W"ährend ich darüber nachdachte, wurde mir klar, was ich grade tat, und ließ Anna schnell los. Peinlich! Zudem war ich natürlich mal wieder am weinen. "Wo...Wo warst du? Wo kommst du her?" Meine Stimme zitterte immer noch.
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BlackShett
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 8:45 pm

Anna

"Ich weiß es auch nicht!", antwortete ich, nachdem wir uns aus der Umarmung gelöst hatten. "Wieso...Wieso weinst du?", fragte ich verwirrt. "Maltio hat mich gebracht. Aber...wo sind Clara und Arahil?"
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 8:53 pm

Emily

"Wer ist Maltio? Und warum warst du weg?" fragte ich. Ersteinmal um abzulenken - Ich brauchte Zeit zum nachdenken. Wie kann man schonend erzählen, das man abgehauen ist, Arahil einen jetzt hasst und man nicht mal weiß wo die andeeren sind? "Ähm ich...ich wein nicht, nur ein bisschen. Weil du...wieder da bist." Lügen konnte ich noch nie, aber das war ja nicht einmal richtig gelogen.


Zuletzt von kirschkeks am Mi Dez 15, 2010 8:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 8:57 pm

Anna

"Du weinst, weil ich wieder da bin?", fragte ich stirnrunzeld. "Maltio hat mich hierhergeflogen und ich war weg, weil...nun ja, ich wurde sozusagen weggebeamt, oder? Auf jeden Fall bin ich bei einem Fluss aufgewacht und Maltio und seine Herde haben mich aufgenommen."
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 9:02 pm

Emily

"Also...weil...ich mich freue, das du wieder da bist." stotterte ich verlegen rum. scheißsituation. aber wie sollte ich ihr das bitte erklären? Wenn ich nur mit den anderen geredet hätte. Egal, zurück konnte ich nicht, und das musste ich Anna wohl irgendwie weklären. "Ich...ich hab einen fehler gemacht...Ich bin einfach abgehauen und hab keinem bescheid gesagt, dann ist arahil ausgerastet und hasst mich jetzt!"
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 9:06 pm

Anna

Der Mund blieb mir offen stehen. War Emily so dumm? Wie konnte man in so einer Situation so bescheuert handeln? Eine knappe Minute brachte ich kein Wort hinaus, dann schaffte ich es, ein einzelnes Wort zu bilden: "Scheiße!"
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Mi Dez 15, 2010 9:13 pm

Emily

"Ich weiß." erwiederte ich leise. "Egal, ich..." Schnell drehte ich ihr den Rücken zu, um meine Tränen zu verbergen. Was konnte ich afür, das ich so schüchtern war?
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BeitragThema: Re: Auf dem Weg zur Nordsee (Ich steh im Wald)   Do Dez 16, 2010 3:03 pm

Arahil

Ich lächelte.
Verdammt, vergessen war dieser verdammte Wald, diese scheiß Situation, dass alle anderen weg waren.
Es zählte einfach nicht mehr. War vollkommen egal. Ausgeblendet. Auch, wenn ich mittlerweile wieder sehr gut wusste, was ich tat.
Und ich konzentrierte mich voll auf Clara, kostete den Moment aus. Denn es fühlte sich gut an, richtig.

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